Das Aussterben der Haie

Haie können nicht schreien – Haifischflossen und Finning

 

Über 450 Millionen Jahre haben Haie diese Welt bevölkert. Doch nun sind wir auf dem Weg, die Haie innerhalb der nächsten Jahre auszulöschen. In den überwiegenden Teilen der Ozeane sind die Hai-Bestände in den letzten 20 Jahren um mehr als 90 Prozent zurückgegangen (siehe die wichtige Rolle der Haie im Ökosystem Meer).

Dieses Problem wird zusätzlich durch die langsamen Vermehrungsraten der Haie verschärft, die erst sehr spät geschlechtsreif werden, viele Arten erst im Alter von 15 Jahren. Manche Haie bringen pro Jahr nur ein Junges auf die Welt. So schaffen sie es nicht, die Unmengen der insbesondere für den Haifischflossen-Handel getöteten Tiere zu ersetzen und schrumpfen weiter sehr stark. Die Liste der bedrohten Pflanzen- und Tierarten enthält bereits sehr viele vom Aussterben bedrohte Hai-Arten (Quelle: Rote Liste der IUCN).

Trotzdem werden noch immer rund 50 Millionen Haie pro Jahr getötet. Meistens werden nur die Flossen des Hais für die in Asien beliebte Haifischflossen-Suppe verwendet. Haifischflossen-Suppe ist ein Statussymbol in Asien und es gehört zum Prestige, diese an der Hochzeit servieren zu lassen. 

Dafür werden viele Haie mit der qualvollen Finning-Methode abgeschlachtet. Dem lebenden Hai werden alle Flossen abgeschnitten, dann wird der Hai noch lebend zurück ins Meer geworfen. Viele Hai-Arten können nicht aktiv atmen. Sie müssen sich ständig bewegen oder in der Strömung stehen, damit Wasser durch die Kiemen fliessen kann. Ohne Flossen erleiden Haie einen langsamen und qualvollen Tod, sie ersticken oder verbluten.

Es geht wie immer um Profit, Nachhaltigkeit oder Respekt vor einem Lebewesen interessiert dabei nicht. Das Geschäft mit den Haifischflossen ist lukrativ für die Fischerei, denn das Fleisch des Hais von rund 15 kg bringt im Vergleich zu seinen Flossen nicht viel ein. Und ohne Körper können so viel mehr Flossen im Laderaum verstaut werden.

Aufklärungskampagnen, die Angst vor gefälschten Flossen und das Verbot von Haifischflossensuppe bei Staatsbanketts in China und Hong Kong (2013 von der Regierung durchgesetzt, Finning ist weiterhin erlaubt) helfen, die Nachfrage nach Haifischflossensuppe zu senken. Sehr langsam erfolgt ein Umdenken bei der jüngeren asiatischen Generation.

 

Warnung: Qualvoller Tod eines Hais durch Finning 

 

 

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